INKLUSIVA im Dialog mit Roberto Maiocchi

Frage 1: Wer sind Sie und warum nehmen Sie an der INKLUSIVA teil?

Antwort: Das Integrationsamt gehört zur Abteilung 4 „Soziales/Integrationsamt“ beim Landesamt für Soziales, Jugend und Versorgung in Mainz. Das Integrationsamt ist in Rheinland-Pfalz an vier Standorten – Koblenz, Landau, Mainz und Trier – ansässig. Eine der wesentlichen Aufgaben des Integrationsamtes ist die Eingliederung schwerbehinderter Menschen in das Arbeitsleben (§ 185 Sozialgesetzbuch Neuntes Buch (SGB IX).

Die Teilnahme an der Inklusiva 2020 ermöglicht es uns Kontakte zu berufstätigen schwerbehinderten Menschen und deren Arbeitgebern zu knüpfen. Die Inklusiva bietet uns eine Plattform, um unsere Aufgaben und Leistungen im Hinblick auf das Ziel, die Berufstätigkeit schwerbehinderter Menschen zu erleichtern und zu sichern, vorzustellen.

Frage 2: Was sind die Aufgaben des Integrationsamtes?

Antwort: Das Integrationsamt ist zuständig für

• die Begleitende Hilfe im Arbeitsleben,
• den besonderen Kündigungsschutz,
• die Erhebung und Verwendung der Ausgleichsabgabe,
• Seminare und Öffentlichkeitsarbeit für das betriebliche Integrationsteam.
Je nach individuellem Bedarf leistet das Integrationsamt persönliche, technische oder finanzielle Hilfe. Voraussetzung für die individuellen Leistungen des Integrationsamtes ist die Anerkennung einer Schwerbehinderung, also ein Schwerbehindertenausweis, oder eine Gleichstellung durch die Agentur für Arbeit. Das Integrationsamt arbeitet eng zusammen mit den Rehabilitationsträgern, den Arbeitgebern und Gewerkschaften sowie Arbeitgeber- und Behindertenverbänden. Für das Integrationsteam ist das Integrationsamt Ratgeber und Partner.

Frage 3: Welche Leistungen für Arbeitgeber sind im Rahmen der begleitenden Hilfe möglich?

Antwort: Die Begleitenden Hilfen im Arbeitsleben umfassen neben der fachlichen Beratung insbesondere auch finanzielle Leistungen an Arbeitgeber. Arbeitgeber können unter anderem finanzielle Leistungen (in Form von Zuschüssen oder Darlehen) erhalten, um z. B. neue behindertengerechte Arbeitsplätze zu schaffen, bereits vorhandene behindertengerecht auszustatten oder die Beschäftigung bzw. Berufsausbildung besonders betroffener schwerbehinderter, aber auch behinderter junger Menschen zu fördern. Bei Bedarf erhalten Arbeitgeber Informationen und individuelle Beratung, z. B. über die Auswahl geeigneter Arbeitsplätze, deren behindertengerechte Gestaltung und bei allen Fragen, die die Beschäftigung schwerbehinderter Menschen betreffen.

Frage 4: Sind auch Leistungen an schwerbehinderte Menschen möglich?

Antwort: Schwerbehinderte Menschen können finanzielle Leistungen, beispielsweise für technische Arbeitshilfen, zum Erreichen des Arbeitsplatzes, zur Beschaffung, Ausstattung und Erhaltung einer behindertengerechten Wohnung, zur Erhaltung und Erweiterung beruflicher Kenntnisse und Fähigkeiten, für Hilfen in besonderen Lebenslagen sowie für eine notwendige Arbeitsassistenz erhalten. Neben der individuellen Beratung in allen Fragen, die im Zusammenhang mit der Schwerbehinderung und dem Arbeitsleben stehen, insbesondere bei persönlichen Schwierigkeiten am Arbeitsplatz, besteht das Angebot einer psychosozialen Betreuung durch die Integrationsfachdienste, um Konflikte mit Kollegen, Vorgesetzten oder dem Arbeitgeber zu lösen.

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Aussteller_in
Landesamt für Soziales, Jugend und Versorgung – Integrationsamt