INKLUSIVA im Dialog mit Thomas Landini, Landesweite Service- und Beratungsstelle „Inklusion in der Weiterbildung“

Frage 1: Wer sind Sie und warum nehmen Sie an der INKLUSIVA teil?

Antwort: Mein Name ist Thomas Landini. Ich bin Referent der landesweiten Service- und Beratungsstelle „Inklusion in der Weiterbildung“. Die INKLUSIVA bietet eine fantastische Möglichkeit die Angebote meiner Stelle landesweit bekannt zu machen. Unsere Angebote sind vielfältig und richten sich schwerpunktmäßig an Weiterbildungseinrichtungen. Wir bieten an, die Mitarbeitenden dieser Häuser im Umgang mit Menschen mit Beeintächtigungen zu sensibilisieren und ihnen neue didaktische Wege aufzuzeigen, ihre Bildungsangeboten möglichst allen Mitmenschen nahe zu bringen. Dazu entwickeln wir beispielsweise in Pilotprojekten innovative Kursangebote. Auch der Einsatz von Referent*innen mit Beeintächtigungserfahrungen ist uns wichtig! (Weiter-)Bildung als Grundrecht für Alle.

Frage 2: Innovative Bildungsangebote, was verstehen Sie darunter?

Antwort: Ein Beispiel wäre der Bereich der inklusiven politischen Bildung. Gemeinsam mit der Fridtjof-Nansen-Akademie für politische Bildung in Ingelheim entwickelte die Inklusionsstelle bereits einige inklusive Weiterbildungsformate. „Ich bin Politik“ beispielsweise, befähigt Menschen mit Lernschwierigkeiten Zusammenhänge und Strukturen der Kommunal-, Landes- und Bundespolitik besser zu verstehen. Wir ermutigen die Teilnehmenden Position zu beziehen und sich nicht als Spielball der Politik zu fühlen. Am Ende der Reihe stehen ein Besuch des Landtages und die Möglichkeit Politiker*innen zu befragen. Es gibt weiterhin auch das Angebot inklusiver Exkursionen, wie z.B. zum Hambacher Schloss oder nach Bonn!

Frage 3: Haben Sie weitere Beispiele?

Antwort: Making, Coding, Digitalisierung, Inklusion durch neue Medien. Wir verstehen digitale Welten nicht als Ersatz für klassisches Lernen, sehen aber sehr wohl die Vorteile des Einsatzes digitaler Mittel. Wir denken, dass es genau die Mischung von analog und digital ist, die das (lebenslange) Lernen nach vorne bringen. Dabei leitet uns der Grundsatz: „Von der Wissensvermittlung zur Potentialentfaltung“. Wir sehen in den Menschen Entdecker, Forscher und Erfinder. Wir assistieren ihnen bei ihren Lernprozessen und versuchen dabei stets den intrinsischen Ansatz, das eigenmotivierte Lernen, im Auge zu behalten. Lernen macht Spaß oder findet nicht statt.

Frage 4: Wie kann ich die Angebote nutzen und was kosten sie?

Antwort:

Die Angebote und Leistungen der landesweiten Service- und Beratungsstelle „Inklusion in der Weiterbildung“ sind kostenfrei. Sie richten sich in der Regel an Weiterbildungseinrichtungen und/oder Einrichtungen/Organisationen, die ihr Weiterbildungsangebot im Erwachsenenbereich inklusiver gestalten möchten. Wir bieten Workshops, Online-Veranstaltungen, Sensibilisierungs- und Informationsveranstaltungen an. Wir zeigen auf, wie man bestehende Kursangebote für neue Zielgruppen öffnet und welche neuen, innovativen Ideen es bereits gibt. Im Idealfall vermitteln wir auch Refrent*innen als Expert*innen in eigener Sache. Viele Sachen kann man sich bei uns auch ausleihen und testen. Das Angebot richtet sich nicht an Einzelpersonen.

Logo der Landesweiten Service- und Beratungsstelle "Inklusion in der Weiterbildung"

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Landesweite Service- und Beratungsstelle „Inklusion in der Weiterbildung“

Foto von Thomas Landini