INKLUSIVA im Dialog mit dem Mütter- und FamilienZentrum MütZe e.V.

Frage 1: Wer sind Sie und warum nehmen Sie an der INKLUSIVA teil?

Antwort: MütZe istTeil des Stadtteilhauses Ober-Ingelheim, gehört zu den rheinlandpfälzischen Familienzentren und wurde durch das Familienministerium
als “Haus der Familie” zertifiziert. Hier werden Familien auf unterschiedliche Weisen gefördert und unterstützt. Offene Treffs, Beratungsangebote, Kinderbetreuung in verschiedenen Formen, Kursangebot für Gesundheitsthemen, Familie oder allgemein zur Wissenserweiterung, all das und vieles mehr findet in der zentralen Anlaufstelle, unserem Café Kunterbunt, für Menschen in OberIngelheim und aus den umliegenden Gemeinden, statt. Dabei fassen wir von MütZe den Begriff der Familie sehr weit, denn jeder istTeil einer Familie. Jede/r ist bei uns willkommen. Dabei ist Netzwerken ein essenzieller Teil unserer gemeinsamen Arbeit, in einem interdisziplinären Team.

Frage 2: Was bietet Das Mütter- und FamilienZentrum konkret an?

Antwort: Haupt- und ehrenamtlich agierende Kolleg*innen offerieren im „Café Kunterbunt“ Gelegenheiten zur Teilhabe: Sprachcafé, internationaler Kochkreis, Führerscheintraining für nicht Muttersprachler*innen, Schwimmkurs für Frauen mit und ohne Migrationserfahrung, Gesprächskreise um die Elternschaft, gemeinsame Aktionen, individuelle Beratung oder schlicht das Angebot, im Café eine frische Waffel in angenehmer Atmosphäre
für kleines Geld zu genießen: Das MütZe ist auf viele Erfordernisse vorbereitet und passt das Angebot ständig flexibel an die konkreten Bedarfen
der Nutzer*innen an. Darüber hinaus ist das Mütze Trägerin eines pädagogisch professionell geführten Kinderhauses mit verschiedenen Betreuungsformen (Kindergarten, Hort, Jugendhilfe, Übermittagsbetreuung), aktuell im Prozess zur inklusiv arbeitenden Einrichtung.

Frage 3: Wie wird Inklusion bereits im MütZe umgesetzt?

Antwort: Aktuell arbeiten 30 hauptamtliche Mitarbeiter*innen in multiprofessionellen und Diversitäts-offenen Teams sowohl fest angestellt als auch im FSJ oder Praktikum im Betreuungs- und Bildungsbereich, im Kursbetrieb, der Verwaltung und der Hauswirtschaft. Unterstützt werden die Teams von ehrenamtlichen Mitarbeiter*innen, die völlig unterschiedliche Aspekte des Zusammenlebens und -arbeitens in den verschiedenen Angeboten leben und Diversität erfahrbar machen. Geschlechter- und Vorurteils- Sensibilität und -Gerechtigkeit sind konzeptionell verankert und werden gelebt. Das Kinderhaus arbeitet zurzeit prozesshaft unter Zuhilfenahme des Index für Inklusion und dem Anforderungskatalog des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes an der progressiven Öffnung als inklusive Kita. Ab Sommer 2020 bietet das MütZe ein inklusives FSJ an.

Frage 4: Gibt es „inklusive Zukunftspläne“?

Antwort: Als Ergebnis eines Evaluations-Projektes können wir feststellen, dass vieles im Sozialraum bereits sehr gut angenommen wird. Die Bedarfe der Menschen, die uns aufsuchen, fließen traditionell in das Angebotsspektrum sowie die Öffentlichkeitsarbeit und die Vernetzung ein: So macht sich das MütZe auf den Weg, auch digital barrierefrei zu werden, indem die Homepage überarbeitet wird. Außerdem bietet das MütZe ab Sommer 2020 eine inklusive FSJ-Stelle an und sorgt für eine pädagogisch begleitete Anleitung. Als sozialer Einrichtung liegt dem MütZe sehr daran, Arbeitgeberin für ganz verschiedene Menschen zu sein und so ist geplant, die Ausbidlung zur/ zum Sozialpraktiker*in zeitnah einzuführen.

Logo der Mütze - Mütter und FamilienZentrum e.V.

Aussteller_in
Mütter- und FamilienZentrum Ingelheim MütZe e.V.