INKLUSIVA im Dialog mit dem Netzwerk Gleichstellung und Selbstbestimmung

Frage 1: Wer sind Sie und warum nehmen Sie an der INKLUSIVA teil?

Antwort: Das Netzwerk Gleichstellung und Selbstbestimmung in Rheinland-Pfalz (NGS) setzt sich für die gleichberechtigte Teilhabe und Selbstbestimmung ALLER behinderter und chronisch kranker Menschen in Rheinland-Pfalz ein. Hierfür arbeitet es solidarisch, behinderungs- und verbandsübergreifend mit Behinderten-, Selbsthilfe- und Sozialverbänden auf Landesebene zusammen. Neben der Arbeit des Netzwerks möchten wir auf der INKLUSIVA vor allem das Förderprogramm „barrierefrei, inklusiv und fair“ vorstellen, das die Sparda-Bank-Stiftung für Kunst, Kultur und Soziales, der Landesbehindertenbeauftragte und das Netzwerk gemeinsam mit Kooperationspartnern seit 10 Jahren realisieren.

Frage 2: Was zeichnet das Förderprogramm aus und warum passt es in den Kontext der INKLUSIVA?

Antwort: Mit dem Förderprogramm „barrierefrei, inklusiv und fair“ werden innovative Vorhaben zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention unterstützt und umgesetzt. Mit dem derzeitigen Schwerpunktthema „Freizeit inklusiv – gemeinsam aktiv“ sollen in Rheinland-Pfalz Initiativen und Vorhaben finanziell gefördert werden, die eine Signalwirkung für die Umsetzung von Inklusion als gesamtgesellschaftliche Aufgabe haben, die öffentlichkeitswirksam sind und zu einem Umdenken in Richtung Inklusion führen. Gemeinsame Aktivitäten von Menschen mit und ohne Behinderungen in allen Lebensbereichen, von Freizeit und Bildung bis Arbeit und Wohnen sowie der Abbau von kommunikativen und baulichen Barrieren und das Empowerment von Menschen mit Behinderungen für ein selbstbestimmtes Leben sind Voraussetzung für die Förderung von Vorhaben. Das Förderprogramm will ermutigen, Barrieren in den Köpfen abzubauen und für eine inklusive Gesellschaft zu werben. Nach dem Grundsatz „Nichts über uns, ohne uns“ ist die aktive Einbeziehung von Menschen mit Behinderungen von Anfang an unverzichtbarer Bestandteil in den Vorhaben.

Frage 3: Was müssen Interessierte beachten, wenn Sie eine Förderung beantragen wollen?

Antwort: Die Antragstellung erfolgt über ein Online-Formular. Über die eingegangenen Anträge entscheidet viermal im Jahr der Förderrat. Gefördert werden Maßnahmen von Projektträgern, Vereinen, Unternehmen und Gruppen aus den Bereichen Bildung, Kultur, Freizeit, Sport, Arbeit, Wohnen, Interessenvertretung und weitere mögliche Institutionen, die ergänzend zu ehrenamtlichen und eigenen Ressourcen notwendige Mittel beantragen. Dabei werden Förderungen bis maximal 10.000 € gewährt+. In der Regel liegt die Höhe der Zuschüsse im mittleren vierstelligen Bereich. Wichtig ist außerdem, dass bewilligte Gelder innerhalb eines Jahres nach Bewilligung verwendet worden sein müssen.

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Netzwerk Gleichstellung und Selbstbestimmung