INKLUSIVA im Dialog mit Andrea Schlosser (und Diana Garcia-Gramlich)

Frage 1: Wer sind Sie und warum nehmen Sie an der INKLUSIVA teil?

Antwort: Wir sind Mitarbeiterinnen des Referats Freiwilligendienste der Diakonie Pfalz. Wir begleiten zusammen mit unseren Kolleg*innen im Referat junge Menschen in ihrem Freiwilligendienst und sind natürlich auch für die Einsatzstellen da. Wir nehmen an der INKLUSIA teil, um unser Projekt „FSK Inklusion“ und unsere Arbeit im Projekt vorzustellen. Das Projekt läuft seit Sommer 2019 für 3 Jahre und wird von der „Aktion Mensch“ gefördert. Außerdem sind wir bei der INKLUSIVA dabei, um Ihre Fragen zu beantworten. Wir möchten mit Ihnen ins Gespräch kommen, Netzwerke knüpfen und durch den Austausch mit Ihnen neue Ideen für unsere Arbeit mit den jungen Menschen sammeln.

Frage 2: Was ist das „FSJ Inklusion“?

Antwort: Wie geht es weiter nach der Schule? Diese Frage stellen sich viele junge Menschen in der Phase ihrer Berufsorientierung. Viele von ihnen entscheiden sich dazu zwischen Schule und Ausbildung/Studium einen Freiwilligendienst zu machen, um sich zu orientieren, ihre berufliche Kompetenzen zu stärken, sich persönlich weiterzuentwickeln oder sich zu engagieren. Seit letztem Sommer haben bei der Diakonie Pfalz auch junge Menschen zwischen 15 und 26 Jahren mit einer geistigen Behinderung bzw. einer starken Lernbehinderung die Möglichkeit von einem Freiwilligendienst zu profitieren – im „FSJ Inklusion“.

Frage 3: Welche Ziele verfolgt das Projekt „FSJ Inklusion“?

Antwort: Im Sinne von Teilhabe sollen auch Menschen mit einer „geistigen Beeinträchtigung“ und/oder einer „Lernbehinderung“ die Möglichkeit erhalten, sich ihren Fähigkeiten entsprechend zu engagieren und von den vielfältigen Bildungschancen eines Freiwilligendienstes zu profitieren.

Gemeinsam mit unseren Anleiter*innen in den Einsatzstellen möchten wir die Ressourcen der Teilnehmer*innen (z.B. Persönlichkeitsentwicklung, Sozialkompetenz) stärken und (z.B. berufliche) Perspektiven entwickeln. Die Freiwilligen sollen sich als kompetente Partner*innen im sozialen Arbeitsfeld erleben und Wertschätzung für ihre Fähigkeiten erfahren. Wir möchten Inklusion erlebbar machen, für die anderen Teilnehmenden am Freiwilligendienst z.B. in der Seminargruppe und auch für die Menschen in den Einsatzstellen.

Frage 4: Wo und wie werden die Freiwilligen im Projekt eingesetzt und wie werden sie pädagogisch begleitet?

Antwort: Die Freiwilligen werden in Einsatzstellen wie z.B. Altenheimen und Kindertagesstätten nach ihren individuellen Fähigkeiten und Fertigkeiten eingesetzt. Die Anleitung vor Ort wird von einer Fachkraft der Einsatzstelle übernommen. Wir beraten die Einsatzstellen bei der Einsatz- und Anleitungsplanung intensiv und unterstützen bei konkreten Fragen im Alltag. Die Projektteilnehmer*innen werden von uns intensiv pädagogisch begleitet. So werden z.B. die Vorstellungsgespräche, Hospitationstage und die Einarbeitungszeit gemeinsam mit den Freiwilligen durchgeführt und betreut. Die Freiwilligen nehmen in einer inklusiven Gruppe mit anderen Freiwilligen an den verpflichtenden Bildungstagen teil. Das Programm wird individuell und differenziert an die Bedürfnisse der Gruppe angepasst.

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Referat Freiwilligendienste – Diakonisches Werk der Ev. Kirche der Pfalz