INKLUSIVA im Dialog mit Christian Gimbel, Franziska Lintzel und Hanna Ashour

Frage 1: Wer sind Sie und warum nehmen Sie an der INKLUSIVA teil?

Antwort: Wir sind in der Nieder-Ramstädter Diakonie (NRD) für die Themen „Personal“, „Wohnangebote“ und „Öffentlichkeitsarbeit“ tätig. Wir vertreten die unterschiedlichen Angebote der NRD nach außen und sind gerne im Austausch mit allen, die sich für unsere Arbeit und Projekte interessieren. Die NRD umfasst viele unterschiedliche Tätigkeitsfelder. Dazu gehören:

• Wohnangebote für Menschen mit Behinderung,
• der Betrieb von Tagesförderstätten und Werkstätten für Menschen mit Behinderung (WfbM),
• ambulante und unterstützende Dienste,
• Beratungsangebote
Die NRD ist derzeit an über 50 Standorten in Hessen und Rheinland-Pfalz zu finden und beschäftigt rund 2.400 Mitarbeitende.

Frage 2: Wo und in welcher Form ist die Nieder-Ramstädter Diakonie (NRD) in Rheinland-Pfalz tätig?

Antwort: In Rheinland-Pfalz ist die NRD derzeit an vier Standorten präsent. In Wallertheim, Mainz, Jugenheim und Wörrstadt gibt es jeweils ein Wohnangebot für Menschen mit Unterstützungsbedarf. Darüber hinaus betreibt die NRD auch eine Werkstatt für Menschen mit Behinderung (WfbM) – die Rheinhessen-Werkstatt in Wörrstadt, zu der auch zwei Tagesförderstätten in Jugenheim und Wallertheim gehören. Mit Oppenheim wird Anfang 2021 ein neuer Standort hinzukommen. Dann wird dort ein Neubau der NRD fertig gestellt und für 16 Menschen mit Unterstützungsbedarf ein neues modernes Zuhause sein.
Des Weiteren bietet die NRD auch Unterstützung im ambulanten Wohnen an sowie bei der Integration in Schulen und Kitas.

Frage 3: An welchen Projekten in Rheinland-Pfalz arbeitet die NRD zurzeit?

Antwort: Eines der aktuellen Projekte ist das Neubauprojekt in Oppenheim. Hier entsteht ein neues Wohnangebot für Menschen mit unterschiedlich hohem Unterstützungsbedarf. Neben einer externen Büronutzung im Erdgeschoss entstehen verschiedene kleinteilige und rollstuhlgerechte Wohnungen für bis zu vier Personen. Der genaue Wohnungsmix besteht aus 5 Einzelapartments, zwei 5- Zimmerwohnungen für vier Personen mit Pflegebad und einer 4-Zimmerwohnung für insgesamt 3 Personen. Das neue Haus wird Anfang 2021 bezugsfertig sein. Damit setzt die NRD die sogenannte „Regionalisierung“ ihrer Angebote fort. Indem sie moderne, kleinteilige Wohnangebote in der Region schafft, stärkt sie auch die Umsetzung und Ziele des Bundesteilhabegesetzes, das sich für das Wunsch- und Wahlrecht von Menschen mit Beeinträchtigung einsetzt.

Frage 4: Was ist Ihnen bei Ihren Projekten besonders wichtig?

Antwort: Getreu unserem Slogan „Inklusion geht nur gemeinsam“ spielt das Thema Inklusion für uns immer eine große Rolle. Auf diesen Aspekt achten wir an vielen Stellen, etwa bei unseren Neubauprojekten. In unserem Neubau in Mainz beispielsweise wurden in einem Haus neben Wohnungen der NRD auch Büroräume sowie eine Kita eingeplant. Auch in unserer WfbM ist uns dies wichtig. Hier werden beispielsweise Arbeitsaufträge direkt beim Kunden vor Ort erledigt, was den Sprung auf den allgemeinen Arbeitsmarkt oder einen Arbeitsplatz im „Budget für Arbeit“ fördert. Dies bildet auch die Großküche der NRD in Jugenheim ab. Hier arbeiten Menschen mit und ohne Beeinträchtigung zusammen und stellen täglich über 1.000 Mahlzeiten her, die sie an Kitas, Schulen und Senioren in der Umgebung ausliefern.

Logo der Stiftung Nieder-Ramdtädter Diakonie (NRD)

Aussteller_in
Stiftung Nieder-Ramstädter Diakonie (NRD)